Freitag, 5. Oktober 2012

Jedes Jahr das gleiche Bild... :-)


 

...nur der Reiseführer ändert sich.
 
:-)



Donnerstag, 4. Oktober 2012

Eine Woche vor dem Abflug.

Liebe Leser,

heute in einer Woche ist mein letzter Arbeitstag. Freitag mittag geht mein Flug ab München. Übrigens weiß ich inzwischen auch, wo Doha liegt (Zwischenlandung), für alle die das auch nicht wissen: Google Maps :-)

Mein Visum ist bereits da und heute Abend hole ich die Reiseunterlagen.

Ich habe auch schon mit Verabschiedungs-Treffen begonnen, sorry an dieser Stelle auch für alle Treffen, die sich nicht mehr ausgehen... :->

Gestern gab es das wohl letzte Schnitzi mit Pommes, einmal noch was Gscheites essen bevor ich von Curry, Reis und Gemüse lebe, und ich aale mich auch noch in guter österreichischer sauberer frischer Luft. Seit gestern nehme ich auch vorbeugend Biofloren für meinen Magen.

Nachdem ich zum Thema Internet und Wlan in Indien doch noch auf ein paar Schauergeschichten gestoßen bin, hab ich beim Reiseveranstalter nochmal nachgefragt - und: Mein Netbook kommt definitiv mit. Ich bin also - theoretisch, wir werden sehen wie es tatsächlich vor Ort ist - per Mail und Skype erreichbar.

Und werde natürlich bloggen, so oft es geht. Übrigens, hier ist auch kommentieren erlaubt! ;-)

Am Wochenende Abschiedsbesuch bei meinem Freund in der Steiermark :-) Dann noch ein paar US Dollar von der Bank holen, meine Kleidung gegen Moskitos imprägnieren und dann schon mal beginnen mit dem Packen... Kühlschrank ausräumen, Aquarium versorgen, Auto einquartieren... und dann noch vier Tage Bürowahnsinn hinter mich bringen, und dann... dann kann es eigentlich schon losgehen!

....die Zeit verfliegt!

LG
Kathi

Montag, 1. Oktober 2012

Point of no return.

Liebe Leser,

in 11 Tagen steige ich ins Flugzeug und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Diese Woche sollte ich das Visum bekommen, womit dann alle wirklich essentiellen Vorbereitungen abgeschlossen wären.



Die Vorfreude, aber auch die Aufregung steigt. Ich bin, wie immer an dieser Stelle :->, an dem Punkt, wo ich mich frage: Was mache ich hier schon wieder. :-)

Auf eigene Faust in ein fremdes Land, das den Kulturschock von Thailand noch bei weitem übertreffen wird. Wo ich wieder Tage brauchen werde, mich mit dem lokalen Essen bzw. den hygienischen Bedingungen anzufreunden und nach der Rückkehr eine "Western Style Toilet" (ein stinknormales Klo, wie wir es kennen, mit Klopapier und Spülung) und ein sauberes Bett wieder schätzen werde.

Beim Human Development Index liegt Indien auf Platz 134 von 187. Zum Vergleich, Thailand liegt auf Platz 103, Österreich auf Platz 19.

Und ich gehe auch genau wegen dieser Erfahrung NICHT in 5-Sterne-Hotel-Burgen mit Intercontinental Breakfast. Danke nein. Auch meine geführte Rundreise ist nicht bequem mit Hotels und Transport auf europäischem Niveau durchgestylt. (Da könnte ich auch zuhause bleiben und mir das alles im TV anschauen.)

Ich bin positiv aufgeregt und das hilft mir auch, das ganze nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, in jeglicher Hinsicht.

Ich werde wieder mit bitterster Armut konfrontiert werden. Dazu der Schmutz, der Gestank (diesmal hab ich einen Schnüffelstift im Gepäck, damit ich nicht wieder... naja :-> ), der Lärm, das Chaos, und das komplette Gegenteil der Welt, die wir kennen. Alles, was wir Europäer mit "Urlaub" verbinden, ist meilenweit davon entfernt, was mich dort erwarten wird, auch alles, was ich bisher gesehen habe.

Wie kann man sich darauf vorbereiten? Ich glaube, gar nicht. Man kann nur mit offenen Augen hinfahren und sich auf das freuen, was einen erwartet: Höfliche, gastfreundliche Menschen, bunte Farben, Eindrücke die wie ein Wasserfall über einen hereinbrechen, schöne Gänsehaut-Momente, interessante Reisebekanntschaften aus aller Welt, spannendes Essen.

Wie kann ich mich noch vorbereiten? Als Tourist mit westlichem Aussehen werde ich automatisch als "reich" eingestuft. Das zieht Diebe an. Deshalb nehme ich weder auffällige noch kurze/aufreizende Kleidungsstücke mit (da reicht in Indien schon ein kurzer Rock), demonstriere meine Digicam und mein Netbook nicht und verstaue es abgesichert (Rucksack wird mit einem Schloss versperrt). Alle wichtigen Dokumente sind kopiert und elektronisch für den Notfall in meinem Mailaccount eingescannt bzw. abgelegt. Geld, Pass und Kreditkarte trage ich am Körper.

Freu mich!!!! :-D
Kathi

Freitag, 28. September 2012

Bunt, bunter, Bollywood.

Liebe Leser,

woran denken Europäer so ziemlich als erstes, wenn sie an Indien denken?

Musicals im TV mit bunten Gewändern, herumwirbelnden singenden Menschen die alle glücklich sind, mega-seichten Handlungen... Genau: Bollywood-Filme.

Was bei uns sowas wie der Musikanten-Stadl ist, sind in Indien die Bollywood-Streifen. Bollywood ist dabei eine Kreuzung aus den Worten Bombay (heute Mumbai) und Hollywood, in Anlehung an die us-amerikanische Filmindustrie. Nördlich von Mumbai gibt es zwei Filmstudios, die 200 bis 250 Filme pro Jahr (!) produzieren.

Die Streifen haben de facto immer die gleichen Themen: Liebe, Heldentum, Ekel, Komik, Schrecken, Wundersames, Wut, Pathos und Friedvolles. Dramaaaaaaa. Das Ganze so musikalisch umrandet wie möglich, vergleichbar mit unseren Musicals. Die Filme sind komplett familientauglich gestaltet, damit ganze Familien-Clans inkl. Kids und Omas in die Kinos kommen können und alle dabei ihren Spaß haben (und damit die Produktionen sich rechnen).

Wenn es sich einrichten lässt, möchte ich auch mal in so ein Bollywood-Kino gehen und mir das live geben (sofern ich das aushalte). Ich erwarte dort eine Erfahrung der dritten Art. :->

Hier mal ein Ausschnitt, wie sowas daherkommt (bitte anschnallen und festhalten):

http://www.youtube.com/watch?v=pcWih0kayLo&feature=related

Sollte mir während meines Aufenthalts in Goa übrigens langweilig werden, gibt es dort auch die Möglichkeit, Bollywood-Tanzkurs zu machen.

LG
Kathi

Donnerstag, 27. September 2012

Andere Länder, andere Keime.

Liebe Leser,

während ich in der Firma bereits die Weihnachtskarte in Angriff genommen habe, um vor meiner Abreise noch beim Andruck in der Druckerei dabei sein zu können, ist heute auch mein Visum-Antrag beim Konsulat eingereicht worden. Ebenso auf dem Postweg befinden sich mein Krankenversicherungs-Bestätigungsschein auf Englisch sowie mein Ersatz-Akku für meine Digicam.

Gestern habe ich auch meine Reiseapotheke aufgemotzt und so gut ausgerüstet wie diesmal, war ich noch nie. Ich habe inzwischen ja nicht nur alle gängigen Reiseimpfungen, sondern bin auch gegen Japan B Encephalitis und Cholera geimpft (wir erinnern uns, das war wegen der Flutkatastrophe in Thailand und der Seuchengefahr dort). Das ist schon vorbildlich. :-)

Ich hab von mehreren Seiten gehört, dass mir keimtechnisch in Indien nochmals was ganz anderes bevorsteht (Zitat: "Thailand ist dagegen ein Spaziergang"). Daher werde ich auch eine Woche vor Abreise beginnen, ein Medikament aus der Apotheke täglich einzunehmen, das die Darmflora verstärkt. Kleinere Problemchen werden so direkt abgewendet und im Fall der (Durch)Fälle, wird es schneller wieder besser.

Dass es mich erwischen wird, ist so gut wie nicht zu vermeiden. Trotz der gängigen Vorsichtsmaßnahmen - kein Leitungswasser trinken (gesegnetes Österreich!) und keine Eiswürfel, nichts Rohes oder Geschältes essen, kein Salat, kein offenes Speiseeis, keine Milchprodukte. Vor allem auch keine Getränke, die nicht originalverschlossen sind (in Asien sammelt man gerne leere Plastikflaschen ein und befüllt sie selbst wieder, um sie nochmals zu verkaufen, wie gesagt - Asiaten ziehen einen gerne über den Tisch).

Man kann sich auch dadurch behelfen, sich öfter die Hände zu waschen. Hab mir antibakterielle Reinigungstücher sowie eine antibakterielle Handlotion besorgt. So kommen auch weniger Keime ins Gesicht bzw. in den Mund.

Und natürlich - Schnaps im Gepäck, ein Schluck zum Frühstück (mmmmmh! :-/) und einen vor dem Schlafengehen.

Ich hoffe natürlich, dass mir so ein Erlebnis wie die thailändische "Dschungelklo-Experience" zu Silvester erspart bleiben wird. Aber ich werde diesmal auch nicht so pingelig sein, weil es mich dort auch in einem sehr netten Restaurant erwischt hat, und nicht etwa beim Street Food, wo wir pickiges, paniertes Hüherfleisch in einer ???-Sauce am Spieß genascht haben, das vorher schon roh werweißwielang in der Sonne vor sich hingewartet hat. Da hätte ich darauf gewettet, aber sicher nicht in dem Restaurant.

Also, diesmal mehr Mut, weil es reicht schon ein Keim, der auf einem mit Leitungswasser abgewaschenen Teller sitzt, und ich blöderweise genau diesen Teller vorgesetzt bekomme, und meine Begleitung nicht. Man weiß es einfach nicht.

Ich freue mich jetzt einfach mal auf das indische Essen - dort gibt es Brot, das fast so heißt wie mein Heimatort: Naan. :-)

Das zweite große Thema sind die Moskitos, sind nicht nur lästig, sondern übertragen auch Dengue-Fieber (dagegen gibt es keine Impfung) und Malaria. Also werde ich alle meine Kleidungsstücke vorab mit speziellen Insekten-Spray imprägnieren und den Körper vor Ort immer brav einsprühen, Moskitonetz für die Nächte habe ich auch mit. Bei Dengue-Fieber darf man kein Aspirin schlucken, da das blutverdünnend wirkt, sondern nur Paracetamol (bin schon Expertin ;-) ). Gegen Malaria habe ich wieder das Standby-Medikament mit dabei, das bei gewissen Anzeichen eingenommen werden muss.

Vorsorge ist gut, paranoid werde ich aber nicht. :-)

LG
Kathi